Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, überhaupt jemanden für die Rolle des Sicherheitsbeauftragten zu finden. In der Not wird dann jemand bestellt, der eigentlich keine Lust darauf hat. Das kann zwei Richtungen einschlagen: Entweder passiert gar nichts, weil der Sicherheitsbeauftragte seine Aufgaben schlicht nicht wahrnimmt. Oder er kommuniziert nach außen, dass er die Rolle für überflüssig hält, und torpediert damit die gesamte Arbeitsschutzarbeit im Unternehmen.
Besser ist es, einen Schritt zurückzutreten und zu überlegen, wie die Rolle attraktiver gestaltet werden kann. Manche Unternehmen positionieren die Aufgabe bewusst als Vorstufe zur Führungsrolle, weil Sicherheitsbeauftragte in guten Qualifizierungen viele Kompetenzen erwerben, die auch für Führungskräfte relevant sind. Nicht empfehlenswert ist dagegen, die Rolle mit einer Gehaltserhöhung attraktiv zu machen. Das lockt im Zweifel Menschen an, die das Geld wollen, nicht die Aufgabe.